"Interoperabilität" ist die Eignung eines Eisenbahnsystems für den sicheren und durchgehenden Zugverkehr, indem den für diese Strecken erforderlichen Leistungskennwerten entsprochen wird. Diese Eignung hängt von den gesamten ordnungsrechtlichen, technischen und betrieblichen Voraussetzungen ab, die zur Erfüllung der grundlegenden Anforderungen gegeben sein müssen.

Diese Interoperabilität ist für das konventionelle transeuropäische Bahnsystem und für das transeuropäische Hochgeschwindigkeitsbahnsystem nachzuweisen. Dabei werden sowohl eigens für den Hochgeschwindigkeitsverkehr gebaute und zu bauende Strecken als auch ausgebaute und auszubauende Strecken erfasst.

Die Akkreditierung erfolgte gemäß Bundesgesetzblatt Nr. 28/2012. Die Grundlagen für die Interoperabilität sind die entsprechenden Richtlinien der EWG und EG aus den Jahren 1993 bis 2019. Es ist dies insbesondere die Richtlinie (EU) 2016/797 über die Interoperabilität des Eisenbahnsystems in der Gemeinschaft.

Das Leistungsangebot der BCT im akkreditierten Bereich umfasst die Tätigkeit als Produktzertifizierungsstelle gemäß ÖVE/ÖNORM EN ISO/IEC 17065.

Es werden die technischen Spezifikationen für die Interoperabilität für folgende Teilbereiche abgedeckt:

  • Infrastruktur (INF)
  • Energie (ENE)
  • Zugsteuerung, Zugsicherung und Signalgebung (ZZS)
  • Teilbereich Sicherheit in Eisenbahntunneln (SRT)
  • Teilbereich Zugänglichkeit für eingeschränkt mobile Personen (PRM)

Zusätzlich werden eine Vielzahl von Beratungsleistungen auch außerhalb des akkreditierten Bereichs angeboten, z.B. für die Umsetzung von EG-Richtlinien im Bereich Eisenbahnwesen.