"Interoperabilität" ist die Eignung eines Eisenbahnsystems für den sicheren und durchgehenden Zugverkehr, indem den für diese Strecken erforderlichen Leistungskennwerten entsprochen wird. Diese Eignung hängt von den gesamten ordnungsrechtlichen, technischen und betrieblichen Voraussetzungen ab, die zur Erfüllung der grundlegenden Anforderungen gegeben sein müssen.

Diese Interoperabilität ist für das konventionelle transeuropäische Bahnsystem und für das transeuropäische Hochgeschwindigkeitsbahnsystem nachzuweisen. Dabei werden sowohl eigens für den Hochgeschwindigkeitsverkehr gebaute und zu bauende Strecken als auch ausgebaute und auszubauende Strecken erfasst.

Die Akkreditierung erfolgte gemäß Bundesgesetzblatt Nr. 28/2012. Die Grundlagen für die Interoperabilität sind die entsprechenden Richtlinien der EWG und EG aus den Jahren 1993 bis 2008. Es ist dies insbesondere die Richtlinie 2008/57/EG über die Interoperabilität des Eisenbahnsystems in der Gemeinschaft.

Das Leistungsangebot der BCT im akkreditierten Bereich umfasst die Tätigkeit als Inspektionsstelle (Überwachungsstelle) gemäß ÖVE/ÖNORM EN ISO/IEC 17020 Typ A.

Es werden für das transeuropäische Hochgeschwindigkeitsbahnsystem die technischen Spezifikationen für die Interoperabilität für folgende Teilsysteme abgedeckt:

  • Infrastruktur (INF HS)
  • Energie (ENE HS)
  • Zugsteuerung, Zugsicherung und Signalgebung (CCS HS)

Für das konventionelle transeuropäische Bahnsystem werden folgende Teilsysteme abgedeckt:

  • Infrastruktur (INF CR)
  • Energie (ENE CR)
  • Zugsteuerung, Zugsicherung und Signalgebung (CCS CR)

Es werden die transversalen technischen Spezifikationen für die Interoperabilität für folgende Teilbereiche abgedeckt:

  • Teilbereich Sicherheit in Eisenbahntunneln (SRT)
  • Teilbereich Zugänglichkeit für eingeschränkt mobile Personen (PRM)

Zusätzlich werden eine Vielzahl von Beratungsleistungen auch außerhalb des akkreditierten Bereichs angeboten, z.B. für die Umsetzung von EG-Richtlinien im Bereich Eisenbahnwesen.